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News
 19.05.2015
Informationsveranstaltung "Bahntechnik - Erfolgreicher Markteinstieg Türkei" in Nürnberg

Der CNA e.V. / Cluster Bahntechnik organisiert zusammen mit der Deutsch-Türkischen Industrie- und Handelskammer (AHK Türkei) und dem Bayerischen Wirtschaftsministerium eine Informationsveranstaltung zum Thema

„Bahntechnik – Erfolgreicher Markteinstieg Türkei”.


In diesem Rahmen werden u.a. aktuelle Entwicklungen und Marktchancen für deutsche Unternehmen aus dem Bahntechnik-Sektor in der Türkei dargestellt. Das genaue Programm erhalten Sie hier zum Download.

Die Veranstaltung findet am Dienstag 19. Mai 2015 von 14:00 - ca. 16:00 Uhr in der Geschäftsstelle des CNA e.V. / Cluster Bahntechnik, Theresienstr. 9, 90403 Nürnberg, Raum 4.36, 4. OG statt.

Im Anschluss gibt es die Möglichkeit für Einzelgespräche mit dem Referenten Frank Kaiser, stv. Geschäftsführer und Leiter der Abteilung Marktberatung der Deutsch-Türkischen Industrie- und Handelskammer (AHK Türkei) und Bayerischer Repräsentant in der Türkei.

Wir bitten um Anmeldung bis spätestens 12. Mai 2015 per E-Mail an brigitte.lombardia@c-na.de.

Sollten Sie die Möglichkeit zu einem Einzelgespräch mit Herrn Kaiser nutzen wollen bitten wir auch diesbezüglich um eine kurze Rückmeldung.

Die Teilnahme ist kostenfrei.
 

 23.04.2015
Forum Bahntechnik: Vorsprung durch Energieeffizienz und Emissionsreduzierung

Der Zug der Zukunft

Ganz im Zeichen der Energieeffizienz und Emissionsreduzierung stand das Forum Bahntechnik am 23. April 2015 in Nürnberg. Rund 120 Teilnehmer trafen sich auf Einladung des CNA / Cluster Bahntechnik Bayern in der IHK Akademie Mittelfranken in Nürnberg, um sich über die neuesten Forschungsergebnisse und Entwicklungen auf diesem Gebiet zu informieren.

Clustersprecher Karl-Hermann Klausecker wies in seiner Begrüßung darauf hin, dass das Forum Bahntechnik nun bereits zum sechsten Mal Unternehmen und Institutionen die Möglichkeit zur Präsentation und Diskussion eines breiten Themenspektrums innovativer Entwicklungen und Herausforderungen der Bahntechnik bietet: „Hochrangige Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft präsentieren hier Innovative und visionäre Ansätze für die Bahntechnik der Zukunft.“

Dass Bahntechnik und Schienenverkehr grundsätzlich einen wichtigen Beitrag zum Erreichen von Klimaschutzzielen leisten und für nachhaltige Mobilität sorgen, betonte die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner in ihrem Grußwort. Emissionsreduzierung und Effizienzsteigerung würden sowohl durch den Einsatz verschiedener erneuerbarer Energieträger für den Bahnstrom als auch durch zukunftsweisende Bahntechnologien realisiert. So könnten mit Einführung innovativer Technologien wie der Bremsenergierückgewinnung bereits heute 14 Prozent des Fahrstroms im Personennahverkehr und 11 Prozent im Personenfernverkehr wieder ins Netz zurückgespeist werden.

Nürnbergs Wirtschaftsreferent Dr. Michael Fraas sah im Forum Bahntechnik 2015 eine Weichenstellung für relevante Zukunfts-trends: „In Nürnberg werden technologisch wichtige Fragestellungen über Energieverbrauch und Schadstoffausstöße im schienengebundenen Verkehr identifiziert. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit dem Cluster Bahntechnik Lösungen zur Effizienzsteigerung und Emissionseinsparung aufzuzeigen, zu diskutieren und umzusetzen.“ Ideal dafür geeignet seien laut Dr. Fraas Projekte mit Modellcharakter und großer Strahlkraft, wie beispielsweise das 2015 startende Pilotvorhaben, Hybridlokomotiven im Rangierbetrieb einzusetzen.

IHK-Verkehrsreferent Ulrich Schaller erinnerte daran, dass die Bahn in Sachen Effizienz schon immer eine Vorreiterrolle gespielt hat, da der Rad-Schiene-Kontakt sehr reibungsarm ist und Bremsenergie ins Netz zurückgegeben wird. Auch gestalterisch und städtebaulich könne der Schienenverkehr wichtige Funktionen als Motor der Stadtentwicklung ausüben. Deshalb setzt sich die IHK für den weiteren Ausbau des Schienennetzes in der Metropolregion ein. „Bei allem Streben nach Neuem sollte man auch auf das altbewährte System Rad-Schiene mit moderner Technik setzen“, so Schaller. Denn dieses habe langfristig am meisten Zukunft, wie Beispiele aus anderen Städten zeigten.

Wie viel Potenzial noch im Schienenverkehr steckt, machten die Referenten an unterschiedlichen Beispielen deutlich. Schlüsseltechnologien für den Zug der Zukunft liegen laut Dr.-Ing. Lars Löwenstein, Siemens AG, in modular integrierten Zugkonzepten, konstruktivem Leichtbau, innovativen und integrierten Fahrwerks- und Antriebssystemen sowie in der Digitalisierung und Automatisierung. „Während in der Vergangenheit technologische Sprünge häufig auf der Komponentenebene stattfanden, verlagern sich die Arbeiten zur Effizienzsteigerung in den letzten Jahren zunehmend auf die Gesamtsystemebene,“ fasste der Referent zusammen.

Auf den Schienengüterverkehr richtete zunächst Dr. Miroslav Obrenovic, DB Schenker Rail AG, den Fokus. Durch Digitalisierung und Automatisierung werde sich die Wettbewerbssitua-tion in der Logistik nachhaltig verändern. „Logistik wird transparenter, strukturierter, planbarer und ressourcenschonender werden müssen“, war Obrenovic überzeugt. DB Schenker Rail mache sich die Fortschritte zu Nutze, um mit umfassenden Zustandsinformationen einen effizienten, hochqualitativen Einsatz der Loks und Güterwagen zu ermöglichen. Bis 2020 sollen 2000 der insgesamt 3300 Loks in Europa „intelligent“ sein. Das heißt, sie übermitteln selbst in Echtzeit Hunderte betriebsrelevanter Daten zur zentralen Auswertung. Somit kann die Instandhaltung zustandsorientiert gestaltet werden. Automated Train Operation (ATO) arbeitet auf die reibungslose, automatisierte Durchführung von Verkehren hin. Über die Zwischenstufen der Fahrerassistenz und Fernsteuerung soll der optimale Grad der Automati-sierung identifiziert werden.

Aufbauend auf die vor zwei Jahren auf dem Bahnforum vorgestellten grundsätzlichen Ausführungen zum Einsparpotential von Dieselrangierlokomotiven stellte Prof. Dr.-Ing. Hans-Jürgen Tretow, TH Nürnberg Georg Simon Ohm, die Ergebnisse der zwischenzeitlich durchgeführten Untersuchungen vor. Für diese wurden mittels multiphysikalischer Systemsimulation Modelle von Triebsträngen und Nebenbetriebekonfigurationen erstellt und diese dann mit unterschiedlichen Fahrzyklen auf modellhaften Strecken untersucht. Ausgehend von einem Basismodell mit dieselhydraulischem Antrieb, also der heute in Deutschland vorherrschenden Technik, stellte Prof. Tretow die erreichbaren Einsparpotenziale dar. „Durch optimale Kombination von Einzelmaßnahmen, wie beispielsweise der dieselelektrischen Leistungsübertragung kombiniert mit einer Start-Stopp-Automatik und einem Energiespeicher sind die besten Ergebnisse zu erzielen“, so der Referent.

Dass der Einsatz von hybriden Antriebssystemen in Schienen-fahrzeugen ein hohes wirtschaftliches Potenzial birgt, belegte auch Benjamin Oszfolk, MTU, in seinem Vortrag. Er wies jedoch darauf hin, dass den Potenzialen auf der anderen Seite Herausforderungen durch die Zulassungsfähigkeit der Fahrzeuge und die Anforderungen an die Langlebigkeit entgegenstehen. Entsprechend sei die Validierung eine Kernaufgabe – neben der konsistenten Systemauslegung und Entwicklung des Antriebssystems. Am konkreten Beispiel eines Energiespeichers zeigte Kasch das Vorgehen zur Erlangung der Zulassungsfähigkeit mit Hilfe eines Nachweiskonzeptes auf. Für das gesamte Antriebssystem wurde mit ausgewählten Ergebnissen von Versuchsreihen des hybriden Antriebssystems im Erprobungsträger dessen Wirtschaftlichkeit auf einer realen Strecke nachgewiesen.

Die Deutsche Bahn habe sich das anspruchsvolle Ziel gesetzt, den Schienenverkehrslärm auf der Basis des Jahres 2000 bis 2020 zu halbieren, erläuterte Tristan Mölter, DB Netz AG. Dieses Ziel könne nur mit einem Gesamtkonzept erreicht werden, in dem vier maßgebliche Bausteine verfolgt werden: Lärmsanierung des Bestandsnetzes; Umrüstung des Güterwagenbestandes auf die lärmreduzierende Verbundbremssohle; Unterstützung von Forschungsvorhaben zur Entwicklung neuer Technologien, die den Lärm am Fahrweg und am Fahrzeug verringern und die Umsetzung der Maßnahmen aus dem Konjunkturprogramm II der Bundesregierung zur Erprobung innovativer lärm- und erschütterungsmindernder Maßnahmen am Fahrweg. Nachdem er die Anforderungen und das Zulassungsverfahren für Lärmschutzwände erläuterte, lautete sein Fazit: „Die Hersteller müssen bereits im Vorfeld bei der Zulassung der Lärmschutzwandelemente mehr in die Verantwortung genommen werden. Die Planung und Umsetzung von Lärmschutzanlagen muss von allen Beteiligten mit größerer Sorgfalt durchgeführt werden.“

Eine wirtschaftliche Lösung zur Netzkopplung stellte Reiner Papp, Siemens AG, vor: den Modularen Multilevel Direkt Umrichter (MMDC). In seinem Vortrag ging er verschiedenen Fragen nach: Wie ist die Energieversorgung 50 Herz- und 16,7 Herzseitig aufgebaut? Welche Vorteile und Eigenarten hat das jeweilige System? Wo sind neue Einsatzgebiete und wie funktioniert dieser MMDC überhaupt?

Energieeffizienz ist nicht nur bei Fahrzeugen ein wichtiges Thema, sondern auch bei der dazugehörigen Infrastruktur. Ein Beispiel dafür stellte Dr. Herbert Scheller, DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH, auf dem Forum Bahntechnik vor: den Neubau für das Elektronikzentralwerk München. Das 2013/14 erbaute Werksgebäude spart gegenüber dem Verbrauch von 2012 rund 170 Tonnen CO2 pro Jahr (44 Prozent) ein. Möglich wurde dies durch die Einsparung elektrischer Energie bei der Beleuchtung, die Versorgung mit Fernwärme aus einem nahe liegenden geothermischen Kraftwerk sowie durch Wärmerückgewinnung und Energierückspeisung. Mit dem Neubau strebt die DB eine Silbermedaille der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen an.

Wie die in jedem Fahrplan vorhandenen Fahrzeitreserven zur Energieeinsparung genutzt werden können, erläuterte Dr. Christoph Levin, Hamburger Hochbahn AG. Das Leitsystem berechnet für jeden Zug und jede Haltestelle individuelle Vorgaben für die Abschaltgeschwindigkeit und zeigt sie dem Zugfahrer an. Wenige Sekunden Fahrzeitverlängerung ergeben deutliche Unterschiede, da die Beschleunigungsphase verkürzt und die Rollphase verlängert werden kann. Beim Abfertigungsverfahren eingesparte fünf Sekunden brachten eine weitere Senkung des Energieverbrauchs. Insgesamt konnte so der spezifische Energieverbrauch der Hamburger U-Bahn seit 1990 um mehr als 20 Prozent reduziert werden. Der Internationale Verband der Öffentlichen Nahverkehrsunternehmen (UITP) bescheinigte der Hochbahn in punkto Energieverbrauch einen internationalen Spitzenplatz.

Wie man mit dem Zug der Zukunft noch umweltschonender reisen kann, skizzierte Dr. Joachim Winter, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. Erreichte Ziele beinhalten hier beispielsweise optimierte Betriebs-, Antriebs- und Bremskonzepte, fahrzeugseitige Energieeinsparmaßnahmen, die Reduzierung der spezifischen Fahrzeugmasse pro Sitzplatz durch modulare Leichtbauwagenkästen und innovative Energieübertragung durch Induktion. Die seit 2007 laufende Forschung zum Next Generation Train (NGT) hat als Zielvorstellung für den Personenverkehr ein Hochgeschwindigkeitsnetz verschiedener Geschwindigkeiten ergeben, das schwerpunktmäßig die Flughäfen und Großstädte Europas miteinander verknüpft.

Freigegebene Vorträge der Referenten finden Sie auf der Veranstaltungsseite.

 23.04.2015
Impressionen der Veranstaltung


Bildquelle: CNA e.V. / Fuchs-Foto (Abdruck honorarfrei)
Das Grusswort von Ilse Aigner, Staatsministerin im
Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien,
Energie und Technologie per Videobotschaft


Bildquelle: CNA e.V. / Fuchs-Foto (Abdruck honorarfrei)
v.l.n.r.: Norbert Schäfer (Vorstandsvorsitzender CNA e.V.)
Ulrich Schaller (Verkehrsreferent der IHK Nürnberg für Mittelfranken)
Karl-Hermann Klausecker (Clustersprecher Bahntechnik)
Dr. Michael Fraas (Wirtschaftsreferent der Stadt Nürnberg)


Bildquelle: CNA e.V. / Fuchs-Foto (Abdruck honorarfrei)
Die hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion unter dem Titel „Quo Vadis Schiene?
Vorsprung durch Energieeffizienz und Emissionsreduzierung“


vorne Dr. Miroslav Obrenovic, DB Schenker Rail AG;
sonst v.l.n.r. Dr. Johann Niggl, Bayerische Eisenbahngesellschaft mbH;
Dr.-Ing. Christoph Levin, Hamburger Hochbahn AG;
Prof. Dr.-Ing. Martin Cichon, Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm;
Dr.-Ing. Lars Löwenstein, Siemens AG;
Moderator Lothar Röhrl, Mittelbayerische Zeitung


Bildquelle: CNA e.V. / Fuchs-Foto (Abdruck honorarfrei)
Ingenieure der Zukunft: Clustersprecher Karl-Hermann Klausecker
in der begleitenden Fachausstellung zum Forum Bahntechnik 2015 im Gespräch mit
Professoren und Studenten der Technischen Hochschule Georg Simon Ohm
(v.l.n.r. Karl-Hermann Klausecker; Barbara Hagel; Prof. Dr.-Ing. Hans-Jürgen Tretow;
Roman Schaal; Prof. Dr.-Ing. Martin Cichon)

Fotos der Referenten aus den Vortragsrunden: (Bildquelle: CNA e.V. / Fuchs-Foto (Abdruck honorarfrei)


             

Dr.-Ing. Lars Löwenstein, Siemens AG
                                                        
Dr. Miroslav Obrenovic, DB Schenker Rail AG

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 Dr. Johann Niggl, Bayerische Eisenbahngesellschaft mbH
in der Podiumsdiskussion
 

 

 01.04.2015
Studie zum Risikomanagement in der Logistik

Bereits drei Mal haben Prof. Huth von der Hochschule Heilbronn sowie Prof. Lohre von der Hochschule Heilbronn empirische Studien zu Stand und Reifegrad des Risikomanagements in der Logistikbranche durchgeführt. Bisher war die Untersuchung jeweils nur auf wenige Bundesländer bezogen. Dieses Jahr wird die 4. Erhebung deutschlandweit durchgeführt!

Seien auch Sie dabei! Tragen Sie als Logistikdienstleister mit Ihren Antworten zu einem deutschlandweiten Bild zum Risikomanagement in der Logistikbranche bei. Sie brauchen nicht länger als 15 Minuten, um die Fragen zu beantworten. Sie finden den Fragebogen hier: www.risikomanagement-in-der-logistik.de. Schon jetzt danken die Professoren Ihnen dafür, dass Sie sie mit Ihren Antworten unterstützen!

Vielen Dank für Ihre Mithilfe!

 


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